Diesesmal kann ich wiedermal die Laborbar mein Eigen nennen. Ja, ich freue mich ein bisschen, weil ich weiß, dass es dort meist am meisten Trinkgeld gibt und weil ich ganz gerne dort arbeite, auf der anderen Seite jedoch bedeutet das, dass ich den Hardcorebereich habe. Wiedermal stehe ich mitten im Geschehen und noch dazu muß ich bis zum bittersten Ende bleiben. Es ist das erste Mal, dass ich hintereinander in so kurzen Abständen auf einer Fetischparty arbeite und nach der letzten bin ich eigentlich auch ziemlich bedient gewesen. Naja, Augen zu und durch, es wird schon ganz nett werden, dachte ich mir und so war es auch.
Es waren viele bekannte Gesichter da und deren Freude darüber, dass ich da war, bestätigte mich. Zum Glück war es nicht zu voll, so dass ich zwischendurch immer mal wieder Zeit hatte mit den Gästen zu quatschen.
Ich machte gerade einen kleinen Rundgang, da stand er vor mir. Ich habe ihn sofort erkannt und für einen kurzen Moment machte mein Herz einen Luftsprung. Auf der letzten Party war er nicht da, obwohl ich fest mit ihm gerechnet hatte. Er, der Mann, der mich auf der vorletzten Party abgeschleppt hat, der Mann, wegen dem ich die Pille danach nehmen mußte, der Mann, der die schönsten Vampireckzähne hat, die ich jemals gesehen habe. Er, dessen Namen ich noch nie wußte, der Mann, mit dem Flirten so richtig Spaß macht, weil es immer die perfekte Warung der höflichen Form, aber trotzdessen anzüglich ist. Weil flirten mit diesem Mann die richtige Mischung aus Intelligenz und Witz ist. Und nun war er wieder da, stand vor mir, lächelte mich an und begrüßte mich herzlich und mit meinem Namen. Er fragte mich, wie es mir geht, an welcher Bar ich bin und wie immer, kam er ab da regelmäßig und bestellte bei mir und wir flirteten und unterhielten uns. Er entschuldigte sich dafür, dass er sich nie bei mir gemeldet hat und fragte mich erneut nach meiner Nummer. Trotz dessen, dass ich weiß, dass er sich nie melden wird, gab ich sie ihm. Wir sprachen über die "Extravaganza", die am 20.10 in einem Hamburger Club statt finden wird und er fragte mich, ob ich mich zufällig mal privat dort rumtreiben würde. Ich verneinte, da ich zu diesem Zeitpunkt Gastgeberin einer Einweihungs und Geburtstagsparty sei und sofort fragte er, wo ich denn hinziehen würde und warum ihc aus meiner jetzigen Wohnung ausziehen wolle. Ich war erstaunt darüber, dass er noch genau wußte, wo sie sich befand und auch noch viele Details der Wohnung wußte. Ich sagte ihm meine neue Adresse und betonte, dass er, wenn sein Weg zur Extravaganza ihn zufällig an dieser Adresse vorbeiführen würde, eingeladen sei einen Starter zu trinken. Er grinste, wiederholte die Adresse und verließ kurze Zeit später die Feier.
Es ist komisch und im Nachhinein frage ich mich, warum ich ihn eingeladen habe, ohne zu denken, dass es ein fehler war. Und obwohl ich das Gefühl habe, dass er mich nicht anrufen wird, habe ich das Gefühl, dass er, wenn auch nur kurz, auf der Einweihungsparty erscheinen wird. - Ich bin gespannt...
Übrigends, ich weiß inzwischen seinen Namen und ich habe festgestellt, das er noch genauso toll küsst, wie beim letzten Mal.
Lady_Saphira - 16. Sep, 20:34
Es ist ca. 4 Uhr nachts, seit Stunden dröhnt schlechter Technosound und Ramstein aus den Boxen, nur ab und zu vom Klatschen einiger Peitschenhiebe unterbrochen. Die Luft ist stickig, es ist heiß, vor meiner Bar läuft zum 4 Mal ein Porno, in dem so ein Typ einer Tussie in den Mund pinkelt und sie daraufhin total geil wird. In der Ecke links von mir, blässt eine Tussie einem Typen einen, wärend ein Anderer sie von hinten fickt. Gegenüber wichsen zwei Typen auf eine Frau, die es von einem Dritten besorgt bekommt.
Es ist Fetischparty im Club meines besten Freundes Herrn M., ich habe die hintere, untere Bar im "Tanzbereich" und es ist fast nichts mehr zu tun. An der vorderen Bar im "Loungebereich" ist zur Zeit keiner mehr und was oben im Hardcorebereich los ist, das weiß ich nicht. Aber so viel kann es nicht mehr sein.
Ich habe fast alles aufgeräumt und verlasse die Bar, um vor der Tür eine rauchen zu gehen. Ich stehe mit dem Rücken zur Wand, als die Tür aufgeht und er plötzlich da steht. Ihn beobachte ich schon den halben Abend. Er sieht irgendwie süß aus, blonde Haare, ca. so groß wie ich, also etwas klein eigentlich, ich denke so ca. 32 Jahre, tolle Figur und Lachfältchen um die Augen. Vorhin hatten wir einen Kurzen zusammen getrunken und kurz gequatscht. Herr O. heißt er. Er sieht mich, stellt sich vor mich.
"So nah waren wir uns noch nie." sage ich und lächel. Er sagt nichts, sondern streicht mit seiner Hand über meine Wange, meine Stirn hoch, die Nase herunter und als ich ansetze etwas zu sagen, gleiten seine Finger meine Nase herunter zu meinen Lippen und verharren dort mit leichtem Druck. Er schaut mir direkt in die Augen, ich sage nichts. Er kommt näher, so nah, dass sich unsere Nasenspitzen fast berühren und bleibt dort, ohne seinen Blick zu lösen. Ich spüre seine zweite Hand, den Daumen hinter meinem Ohr, die anderen Finger auf meinem Hals, fast in meinem Nacken. Die Finger von meinem Mund streichen wieder zu meiner Wange, bevor sich seine Lippen leicht auf meine Drücken. Warm, sanft und ein bisschen feucht kann ich sie auf meinen spüren. Als sich der Druck erhöt, schließe ich meine Augen und öffne meine Lippen auf seinen Druck hin etwas und als seine Zunge vordernd auf der suche nach meiner in meinen Mund dringt, steige ich auf das Spiel ein. Die Hand in meine Nacken drückt unsere Lippen noch mehr aufeinander und wir verschmelzen zu einem innigen Kuss. Ich merke, wie seine Lippen leicht zurück gehen und vordere durch leichtes knabbern zum weitermachen auf. "Musst du nicht wieder rein?" "Gleich..." erwiedere ich und fordere diesmal seine Zunge heraus.
Er streicht nocheinmal mit der Hand über meine Wange, schaut mich an und sagt:"Darauf habe ich den ganzen Abend gewartet" und nach einer kurzen Pause, in der er sich mit der Zunge über die Lippen gelckt hat "und es hat sich gelohnt."
Ja, das hatte es sich wirklich! Fast schon hatte ich vergessen, wie schön küssen sein kann. Wie die Welt anfängt sich zu drehen, bei einem guten Kuss und wie viel mehr Sex küssen hat, als Sex im eigentlichen Sinn.
Als ich Feierabend habe, trinken wir noch etwas zusammen, wir küssen uns und dann nimmt er meine Hand. Er geht vor, ich hinterher, ergeht richtung Oben. Als er mein Zögern bemerkt, hält er kurz inne. Er schaut mich an"willst du nicht nach oben?" "Ich war noch nie oben." "Dann solltest du es dir wenigstens mal ansehen" flüstert er in mein Ohr "Du nimmst die falsche Frau mit dahin, weißt du das?" "Nein, ich nehme die richtige mit!" erwiedert er und flüsternd hinzu: "Du mußt keine Angst haben!"
Ich gehe, wenn auch noch immer zögernd mit nach oben und kurze Zeit später finde ich mich in einer, mit Stoff angehängtem kleinen Nische wieder, in der eine Sitzgelegenheit, ein Tisch und Kerzen stehen.
Wieder beginnen wir uns zu küssen und ich kann nicht genug davon bekommen. Nicht genug von seinen Lippen, seinem knabbern, seiner Zunge. Ich vergesse wo ich bin, es ist einfach so schön, diese Gefühl. Wir stehen eng umschlungen da und auch er bekommt nicht genug. Ich merke, wie eine seiner Händer sanft unter mein Shirt fährt, doch es ist mir egal. Er küsst meine Hals, schon sind beide Hände unter meinem Shirt und kurze Zeit später sind beide Shirts weg.
"Und, ist es nun schrecklich hier oben?" "Nein, ein bisschen ungewohnt irgendwie."
Er schaut mich an, seine Hände wandern über meinen Hals, meinen Busen herunter über das Brustwarzenpiercing, den Bauch herunter, verharren kurz am Bauchnabel und wandern dann wieder sanft nach oben.
Es ist mir nicht unangenehm, inzwischen habe ich sogar fast vergessen, wo ich bin. Es interessiert mich nicht mehr, dass mein bester Freund jeden Moment um die Ecke kommen könnte. Ich genieße den Augenblick, der trotz dieser Umgebung eine erstaunliche Vertrautheit aufweist, ich genieße die Intimität dieses Momentes und die Zärtlichkeit, die damit einhergeht.
Wir verfallen wieder einem innigen Kuss und seine Hände wandern inzwischen über meine gesammten Körper und ich kann nicht abstreiten, dass ich inzwischen so geil bin, dass ich zu jeder Schandtat bereit wäre. Er dreht mich um. ich stehe an einem Gitter, umfasse es mit Beiden Händen und seine Finger dringen in mich ein, wärend er meinen Nacken küsst und mit der Zweiten meine Brüste streichelt. Ich spüre seine Erregung, sein Athem geht schneller, er stöhnt und auch meine Erregung steigt.
Inzwischen habe ich ausser meinen Strapsen und meinem Slip nichts mehr an und ich spüre das Latex seiner Hose auf meiner Haut. Er stöhnt leicht. "Entschuldige, aber ich kann so nicht." flüstert er sanft in mein Ohr. Und hört auf mich zu fingern. Ich öffne meine Augen und schaue direkt auf Zwei nackte, hässliche Schwänze. Ich schrecke zurück, sämtliche Lust ist verflogen und mir wird so schlagartig wieder klar, wo ich bin und was ich hier tue, dass ich mich auch vor mir selber erschrecke. Auf der anderen Seite des Gitters stehen zwei Typen, die sich lustig mal einen darauf wichsen, was Herr O. und ich da so treiben. Ich höre nun ihr Stöhnen. Einer der Beiden schaut mir für einen kurzen Moment genau in die Augen und als er meinen entsetzten Gesichtsausdruck sieht, grinst er und unter heftigem stöhnen ergisst sich sein Samen über seiner Latexhose. Ich bekomme Gäsehaut und Eckel über diese Situation überkommt mich. Nein, so kann ich nicht, diese Spanner sind wiederlich.
Schlagatrig drehe ich mich zu Herrn O. um, und als er mein entsetztes Gesicht sieht schmunzelt er und sagt:"Wie ich sehe, kannst du so auch nicht." Ich schaue ihn entsetzt an und er nimmt mich in den Arm. "Entschuldige, das war mein Fehler, ich hätte nicht mit dir hier her kommen sollen." flüstert er. Er streicht meinen Rücken, hält mich fest, küsst meinen Hals, dann nimmt er meine Kopf, dreht in so, dass er meine Augen sehen kann und streicht mir eine Strähne aus dem Gesicht. Am liebsten würde ich heulen, ich komme mir unglaublich schäbig vor. Er schaut mich an, dreht uns um, so dass die Typen mich nicht mehr sehen können und hält mich weiter im Arm. Das stöhnen verstummt und man hört Reisverschlüsse und dann sich entfernede Schritte. "Sie sind weg." sagt er, ohne mich los zu lassen, ohne auf zu hören meinen Rücken zu streicheln und meine Hals zu küssen. Dann nimmt er mit seinen beiden Händen meinen Kopf erneut so, das er mir ins Gesicht sehen kann. "Ist es jetzt besser?" fragt er. "Ja." sage ich und lehne meinen Kopf an seine Schulter.
Ich fühle mich sicher in seinen Armen, obwohl ich ihn nicht kenne. Ich fühle mich geborgen und beschützt und trotz dessen, dass mir diese Situation sehr zuwieder ist, bin ich ihm kein bisschen böse. Ich glaube ihm, dass das keine Absicht war.
Wir verlassen diesen Ort und gehen in eine Kabine, die man abschließen kann und obwohl wir uns dort genauso innig küssen, wie zuvor, will die Intimität und Zärtlichkeit, die wir eben verspürten nicht wieder aufkommen. Wir liegen noch eine Weile nebeneinander, er streichelt meine Brust und wir küssen uns leidenschaftlich, wärend wir uns unterhalten und etwas trinken, bis wir wieder an die Bar zurückkehren.
Herr M. erwartet mich schon mit einem riesigen Grisen auf dem Gesicht und Herr O. geht nach einem letzten, leidenschaftlichen Kuss, sodass wir nur noch zu dritt oben sind.
Lady_Saphira - 26. Aug, 23:08
Es sind nur noch 39 Tage, bis wir in die neue Wohnung einziehen! 39 noch verbleibende Tage, in denen meine gesammte Wohnung in Kistenverpackt werden muß.
Es ist schon komisch, ích habe schon jetzt nicht mehr das Gefühl nach Hause zu kommen, wenn ich meine Wohnung betrete. Ich schaue mich um und ich sehe all die Dinge, dich ich nicht mit nehmen werde. Nichts hat sich verändert, alle Möbel stehen dort, wo sie hingehören, alle meine Sachen sind an ihrem Platz. Und doch sehe ich diese Wohnung mit anderen Augen.
Ich sehe aus meinem Fenste rund erinnere mich, wie ich weined daran stand und Herrn B. beobachtet, wie er die Haustür für immer zu zog. Ich gehe in mein ehemaliges Arbeitszimmer und erinnere mich, wie mein Mitbewohner Herr R. nächtelang seinen Freund fickte. Ich stehe im Schlafzimmer und sehe wieder die alte Wandfarbe und wie mein Exex mich anschrie. Es ist, als könnte ich all die schmerzlichen Momente, die ich in dieser Wohnung hatte erneut spüren. Doch ich fühle nciht nur den Schmerz, der in dieser Wohnung steckt, sondern auch die schönen, zärtlichen und freudigen Momente, die diese Wände gesehen haben.
Aber all diese Gefühle sind mir fremd. Ich fühle mich in dieser Wohnung zur Zeit so unwohl wie in einer zu kleinen Hose. Vielleicht liegt es daran, dass all die Gefühle vorbei sind, vielleicht daran, dass ich mich weiterentwickelt habe, ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, dass ich mich freue, wenn ich diese Tür schließen kann, um nicht nocheinmal wieder zu kommen.
Lady_Saphira - 22. Aug, 21:48
Tja, irgendwie sind sie mir ja sympatisch, diese 4 Superhelden und natürlich war ich total gespannt auf den Auftritt des Silver Surfers, aber ich bin enttäuscht.
Ich kann nicht genau sagen, ob es daran liegt, dass ich noch immer so beeindruckt von Transformers bin oder einfach nur an der total platten Storry mit noch schlechteren Dialogen. Vielleicht ist die Originalversion besser, aber im deutsch gehen die Dialoge einfach nicht.
Das Cast ist gut und auch die Spezialeffecte sind ganz ok, aber nichts, was mich total vom Hocker haut. Ich finde auch viele der Ideen im Film haben einen sehr guten Ansatz, zum Beispiel die Sponsoren Geschichte auf den Anzügen, aber sie sind halt nur ganz kleine Gags.
Schön ist auch die Nummer, dass sie die Kräfte tauschen, aber das reisst es eben nicht raus, zumal ganz am Ende, gerade zu diesem Thema auch noch ein Fehler im Film ist...
Nein, diese Verfilmung läßt zu wünschen übrig und man sollte doch lieber die Comics lesen, die sind um Meilen besser!
Lady_Saphira - 18. Aug, 23:33
... reichen nicht, um zu wissen, ob man mit jemandem klar kommt! sagt meine Freundin. Du kennst den doch gar nicht, 5 Wochen sind nicht genug um jemanden kennen zu lernen!" Ich blicke in ihr etwas entsetztes Gesicht und sage dann: nunja, wenn man es genau betrachtet, dann haben wir uns erst 3,5 Wochen gekant, als wir den MIetvertrag unterschrieben haben.
Um so schlimmer! Du kannst doch nicht ernsthaft hier sitzen und mir erzählen wollen, dass das nicht wirder eine deiner bescheuerten, fixen Ideen ist, die Du übermorgen wieder bereuhst?!?!
Ich verstehe, dass sie besorgt ist, ich verstehe auch, dass sie etwas verständnisslos ist und natürlich hat sie ganz rational und objektiv betrachtet auch Recht mit ihren Bedenken. Das Problem ist, dass es im Grunde keine rationale Erklärung dafür gibt, dass ich denke, dass es eine meiner Besten Ideen in meinem Leben ist, mit diesem Mann zusammen zu ziehen.
Klar, im Grunde kenne ich diesen Mann nicht. Ich weiß nicht, ob er pervers ist, ich weiß nicht, wie er ist, wenn er schlechte Laune hat, ich weiß im Grunde fast nichts von Herrn N., aber das muß ich auch nicht.
"Dann wohnt ihr zusammen und dann? Ihr habt einen gemeinsamen Mietvertrag, ein gemeinsames Konto und dann gibt er das Geld aus oder macht stress, wenn dein Geld nicht pünklich kommt. Verdammt, Du kannst da nicht einfach aussteigen, wenn es nicht funktioniert! Du bist eine Verantwortung für eine Gemeinschaft eingegangen und ich habe das Gefühl du hast nicht darüber nachgedacht, sondern eine spontane unüberlegte Entscheidung getroffen."
Ich kann ihr nicht wiedersprechen, denn sie hat recht. Ja, ich habe eine spontane Entscheidung getroffen, allerdings habe ich schon darüber nachgedacht. Ja, ich gehe eine soziale Verantwortung für eine Gemeinschaft ein. Ja, vielleicht wird es nicht immer Sonnenschein, vielleicht bin ich manchmalgenervt, vielleicht ist er manchmal genervt. Vielleicht werden wir uns streiten, aber wir werden auch zusammen lachen! Ich habe keine Bedenken, ichhabe nicht mal im Ansatz ein schlechtes Gefühl. Im Grunde kann ich mir zur Zeit nichtmal vorstellen, in welchen Punkten es Probleme geben könnte. Wir sind uns sehr ähnlich, der Herr N. und ich, wir lachen über die selben Dinge, wir mögen die selben Dinge, haben einen ähnlichen Geschmack. Wir ergänzen uns in unseren Ideen, in unserer Kreativität, in unseren Überlegungen und in unseren Interessen. Wir haben eine sehr ähnliche Lebenseinstellung, sind in gleichermaßen tolerant und kompromissbereit. Woher ich all das weiß? Aus 5 Wochen, die ich diesen Mann kenne und dem unerschütterlichen Vertrauen in mein Bauchgefühl und meine Menschenkenntniss.
"Bauchgefühl, Menschenkenntniss, hörst du dir eigentlich zu, wenn du sprichst? Was machst du, wenn er arbeitslos wird, dann mußt du die Miete alleine zahlen oder vielleicht ist er Alkoholiker, vielleicht ... "
Ich unterbreche sie relativ forsch, sage, dass ich ihre Schwarzmalerei nicht mehr hören will und das sie mir einfach nur vertrauen soll.
Ich habe selten jemanden getroffen, dem ich nach so kurzer Zeit bedingungslos vertrauen würde. Ich habe noch nie jemadnen getroffen, der mir so ähnlich und doch so anders ist und bei dem ich mich nach so kurzer Zeit verstanden fühle. ES wird großartig werden, ich weiß es!
Lady_Saphira - 15. Aug, 22:59
Nachdem ja letzen Mittwoch die Sneak ziemlich daneben war, gab es heute einen ganz schönen Film.
Die Liebe in mir, in der Hauptrolle Adam Sandler, den man ja eher als Komiker kennt, zur Abwechslung mal in einer ernsten Rolle. - Ich denke erstklassig gespielt und das obwohl ich ihn nicht wirklich mag.
Das tolle an einer Sneak ist ja, dass man Filme zu sehen bekommt, in die man sonst vielleicht nicht gegangen wäre und so war es auch dieses Mal. Der Film gehört in die Kategorie Amerika verarbeitet den 11. September und das wäre eindeutig nicht mein Kinoschema.
Adam Sandler spielt einen Mann, der bei den Anschlägen seine Frau und seine drei Kinder verloren hat, was sein Leben total aus den Fugen geraten ließ. Posttraumatisscher Stress sorgt dafür, dass er sich nicht mehr an diese Zeit erinnert und abstreitet jemals eine Familie gehabt zu haben. Er wird zum Einsiedler und lebt quasie völlig abgeschieden von der Aussenwelt, aber noch immer in New York.
Die Zweite Hauptrolle ist ein verheirateter Mann mit Kindern, der ein ganz geordnetes Leben führt, sich mit seinem Job und seiner Familie allerdings nicht lebendig fühlt. Dieser Mann kennt Adam Sandler noch aus Studienzeiten und trifft ihn nach Jahren auf der Strasse wieder und langsam baut sich zwischen den ungleichen Männern wieder eine Freundschaft auf.
Es ist ein typischer Hollywoodfilm, der phasenweise erstaunlich tiefgründig ist und trotz des ernsten Themas erstaunlich witzige Dialoge hat. Das Casting ist super und auch das New York, was in dem Film gezeigt wird ist sehr reizvoll.
Ich denke es ist eine gute Mischung zwischen Drama, Witz und Ernst mit Happyend.
Lady_Saphira - 9. Aug, 00:13
Es ist Samstag, auf dem Parkplatz des Clus steht ein riesiges Zelt, worin sich die Gaderobe und der Eingangsbereich befindet. Ich bin guter Laune und freue mich auf den Abend, obwohl die CDS-Party im letzten Jahr unglaulich anstrengend war. Im Vorjahr sind 2000 Gäste mehr als erwartet gekommen und dementsprechend waren wir sehr unvorbereitet und unterbesetzt.
Was soll´s, neues Jahr, neues Gück. Schon lange war ich nicht mehr da und auch das ist ein Grund, warum ich mich freue. Ich gehe direkt ins Backstage und es ist ein bisschen, als würde ich nach Hause kommen. Langsam trudeln auch die anderen ein und wir quatschen und lachen ein bisschen. Ich bin an der grünen Bar, es ist ein Loungebereich, mit einer kleinen Bar, da bin ich gerne.
Wir haben noch eine Stunde Zeit, bevor wir öffenen und langsam enden die Gespräche und jeder beginnt seine Bar vorzubereiten. Aus den Waschbecken dampft heißes Wasser, der Geruch von geschnittenen Limetten, Zitronrn und Orangen verbreitet sich und die DJ´s beginnen die Anlagen zu testen. Das Licht wird dunkler, die Beamer werfen erste Bilder an die Wand und die Türsteher gehen ihre übliche Runde um zu sehen, wer wo arbeitet.
Es ist kurz vor 22 Uhr, die Bars sind fertig, die Musik läuft, die Kerzen brennen und auf dem Mädchenklo trifft man alle Barkeeperinnen, da wird nochmal das Makeup überprüft, Parfüm und Deo nachgelegt und natürlich wird gelacht und gequatscht. Noch ein letzter Blick in den Spiegel und dann gehe ich zu meiner Bar.
Langsam kommen die ersten Gäste und zur Musik mischen sich ihre Stimmen. Manche Gäste setzen sich, andere stehen bei mir an der Bar, es ist super, ich liebe diesen Job!
Als ich auf die Uhr schaue, ist es 1 Uhr, es ist richtig voll, man könnte fast sagen, ich bin im Stress. Eine Bestellung jagt die nächste und meine Laune wächst stetig. Ich liebe diesen Job, ich liebe es, wenn ich eine Bestellung aufnehme und im Augenwinkel sehe, das ein Gast sein Bier hoch hält und den Daumen hebt, wärend ein anderer zu seiner Freundin sagt: ich bestelle mal zwei Bier. Ja aber noch viel mehr liebe ich den Blick, wenn ich die Bestellung hinstelle, dem einen sein Bier gebe und den Gästen die noch nichtmal bestellt haben auch ihr Bier hinstelle. Ja, diesen Blick liebe ich, diese Mischung aus Bewunderung, Verwunderung, Freude und Dankbarkeit.
Es ist schon komisch, dass ich genau in dieser Phase nichts mehr vom Raum mitbekomme. Es ist, als ob sich alle meine Sinne verschärfen, sich aber nur auf die Bar konzentrieren. Ich nehem den Raum nur noch im Unterbewußtsein wahr und bekomme fast eine Art Tunnelblick, das einzige, wa sich sofort registriere ist, wenn sich im Raum Streit oder ähnliches zwischen Gästen entwickelt.
Alles läuft, die Bestellungen rennen über den Tresen, ein flotter Spruch hier, ein lustiger Spruch dort, bei manchen Gästen weiß ich schon, was sie wollen, weil sie es den ganzen Abend schon trinken. Zwischendurch kurz ein bisschen tanzen und beim Drinks machen mit der Partnerin lachen und diese bei Laune halten, weil sie etwas genervt ist.
Als ich das nächste Mal auf die Uhr schaue, weil sich der Raum langsam leehrt, ist es 5 Uhr morgends. es wird schlagartig ruhiger. Nun beginnt langsam der zweitnetteste Teil des Abends, einsame Gäste unterhalten oder etwas Seelentrösten.
Zwei Stunden später habe ich noch zwei einsame Gäste, die sich gegenseitig und mir ihr leid klagen. Ich sitze auf dem Kühlschrank und rauche gemeinsam mit ihnen und natürlich drehe ich ihenen noch einen Longdrink mehr an, als sie eigentlich trinken wollten. Eine halbe Stunde später dann, shcließe ich meine Bar und beginne mit den Aufräumarbeiten.
Als ich wieder im backstage ankomme ist es 9 Uhr morgends. Einige der anderen sind noch da und wir trinken gemeinsam ein Bier, erzählen vom Abend und von besonders blöden, anstrengenden, lustigen und netten Gästen. Nach einer 3/4 Stunde verlassen wir dann alle den Laden, draussen scheint die Sonne und wir verabschieden uns. Es war ein toller Abend, aber als ich zu Hause im Bett liebe bin ich auch froh endlisch schlafen zu können.
Lady_Saphira - 6. Aug, 22:26
Als Fan von Comicverfilmungen mußte ich natürlich auch Transformers sehen. Als Jugendliche habe ich Comics geliebt und in Massen gelesen und auch noch heute bin ich regelmäßige Besucherin des Comicladens meines Vertrauens. Mit den Comicverfilmungen ist es nun so eine Sache, sie sind unberechenbar. Mit der heutigen Trick- und Animationstechnik, bietet sich die Verfilmung von Comics besonders an, doch nur selten findet man die richtige Mischung aus übertragener, zusammengefasster Handlung und Action. Spiderman mutierte im Kino schon im ersten Teil zu einer fürchterlichen Liebesschnulze und in den nachfolgenden Teilen wurde es nur schlechter. Wärend der erste Teil noch teilweise durch Animation beeindruckte, waren Teil 2 und 3 nur noch platt und langweilig. Sin City hingegen war eine hervorragende Verfilmung, obwohl man dazu sagen muß, dass es auch eine beeindruckede Vorlage gab. Fantastic four war eine recht actionlastige Verfilmung einer mäßigen Vorlage, aber durchaus sehenswert und auch X-man war durchaus sehenswert.
Nun also lauft Transformers an und natürlich zog es mich heute magisch ins Kino um ihn zu sehen. Ich habe als Jugendliche ein paar Folgen der Comic Serie gelesen, fand es aber relativ langweilig. Demnach ging ich mit gemischten Gefühlen. In der Vorschau sahe s nach einer Liebesgeschichte, ähnlich wie in Spiderman mit platten Dialogen aus, was meine Lust nicht wirklich steigerte, aber die spezialeffects lockten mich doch. Der Kinosaal war fast leer, offensichtlich trauten sich noch einige mehr nicht, Geld für den Film auszugeben.
Dann ging es los und schon nach kürzester Zeit war ich fasziniert. Wie ein kleines Kind saß ich mit großen Augen staunend vor der Leinwand, die Animation hat mich echt beeindruckt. Die Geschichte ist simpel, aber recht gut und überrascht doch oft mit Witz in den Dialogen und das Casting ist sehr stimmig zu den Figuren. Natürlich gibt es eine jugendliche Liebesgeschichte, die allerdings nicht zu sehr in den Vordergrund tritt. Ich denke der Film hat genau die Richtige Mischung aus ganz guter Story (es ist eben eine Comicverfilmung), Witz, Spannung, Liebesgeschichte, Überraschung und Action mit faszinierender Animaton.
Gut, man merkt wie immer, dass es eine Amiproduktion ist, aber wenigstens gibt es keine solchen Schnitzer wie eine Spidermann vor einer Amerikaflagge für ca. 5 Sekunden über die gesammte Leinwand.
Transformers ist ein Kinofilm, egal, wie toll und risig eure Fernseher sind und wie toll die Sourandanlage, das hier ist ein Kinofilm!
Lady_Saphira - 2. Aug, 00:01