Sonntag, 26. August 2007

mittendrinn und nicht nur dabei

Es ist ca. 4 Uhr nachts, seit Stunden dröhnt schlechter Technosound und Ramstein aus den Boxen, nur ab und zu vom Klatschen einiger Peitschenhiebe unterbrochen. Die Luft ist stickig, es ist heiß, vor meiner Bar läuft zum 4 Mal ein Porno, in dem so ein Typ einer Tussie in den Mund pinkelt und sie daraufhin total geil wird. In der Ecke links von mir, blässt eine Tussie einem Typen einen, wärend ein Anderer sie von hinten fickt. Gegenüber wichsen zwei Typen auf eine Frau, die es von einem Dritten besorgt bekommt.
Es ist Fetischparty im Club meines besten Freundes Herrn M., ich habe die hintere, untere Bar im "Tanzbereich" und es ist fast nichts mehr zu tun. An der vorderen Bar im "Loungebereich" ist zur Zeit keiner mehr und was oben im Hardcorebereich los ist, das weiß ich nicht. Aber so viel kann es nicht mehr sein.
Ich habe fast alles aufgeräumt und verlasse die Bar, um vor der Tür eine rauchen zu gehen. Ich stehe mit dem Rücken zur Wand, als die Tür aufgeht und er plötzlich da steht. Ihn beobachte ich schon den halben Abend. Er sieht irgendwie süß aus, blonde Haare, ca. so groß wie ich, also etwas klein eigentlich, ich denke so ca. 32 Jahre, tolle Figur und Lachfältchen um die Augen. Vorhin hatten wir einen Kurzen zusammen getrunken und kurz gequatscht. Herr O. heißt er. Er sieht mich, stellt sich vor mich.
"So nah waren wir uns noch nie." sage ich und lächel. Er sagt nichts, sondern streicht mit seiner Hand über meine Wange, meine Stirn hoch, die Nase herunter und als ich ansetze etwas zu sagen, gleiten seine Finger meine Nase herunter zu meinen Lippen und verharren dort mit leichtem Druck. Er schaut mir direkt in die Augen, ich sage nichts. Er kommt näher, so nah, dass sich unsere Nasenspitzen fast berühren und bleibt dort, ohne seinen Blick zu lösen. Ich spüre seine zweite Hand, den Daumen hinter meinem Ohr, die anderen Finger auf meinem Hals, fast in meinem Nacken. Die Finger von meinem Mund streichen wieder zu meiner Wange, bevor sich seine Lippen leicht auf meine Drücken. Warm, sanft und ein bisschen feucht kann ich sie auf meinen spüren. Als sich der Druck erhöt, schließe ich meine Augen und öffne meine Lippen auf seinen Druck hin etwas und als seine Zunge vordernd auf der suche nach meiner in meinen Mund dringt, steige ich auf das Spiel ein. Die Hand in meine Nacken drückt unsere Lippen noch mehr aufeinander und wir verschmelzen zu einem innigen Kuss. Ich merke, wie seine Lippen leicht zurück gehen und vordere durch leichtes knabbern zum weitermachen auf. "Musst du nicht wieder rein?" "Gleich..." erwiedere ich und fordere diesmal seine Zunge heraus.
Er streicht nocheinmal mit der Hand über meine Wange, schaut mich an und sagt:"Darauf habe ich den ganzen Abend gewartet" und nach einer kurzen Pause, in der er sich mit der Zunge über die Lippen gelckt hat "und es hat sich gelohnt."

Ja, das hatte es sich wirklich! Fast schon hatte ich vergessen, wie schön küssen sein kann. Wie die Welt anfängt sich zu drehen, bei einem guten Kuss und wie viel mehr Sex küssen hat, als Sex im eigentlichen Sinn.

Als ich Feierabend habe, trinken wir noch etwas zusammen, wir küssen uns und dann nimmt er meine Hand. Er geht vor, ich hinterher, ergeht richtung Oben. Als er mein Zögern bemerkt, hält er kurz inne. Er schaut mich an"willst du nicht nach oben?" "Ich war noch nie oben." "Dann solltest du es dir wenigstens mal ansehen" flüstert er in mein Ohr "Du nimmst die falsche Frau mit dahin, weißt du das?" "Nein, ich nehme die richtige mit!" erwiedert er und flüsternd hinzu: "Du mußt keine Angst haben!"
Ich gehe, wenn auch noch immer zögernd mit nach oben und kurze Zeit später finde ich mich in einer, mit Stoff angehängtem kleinen Nische wieder, in der eine Sitzgelegenheit, ein Tisch und Kerzen stehen.
Wieder beginnen wir uns zu küssen und ich kann nicht genug davon bekommen. Nicht genug von seinen Lippen, seinem knabbern, seiner Zunge. Ich vergesse wo ich bin, es ist einfach so schön, diese Gefühl. Wir stehen eng umschlungen da und auch er bekommt nicht genug. Ich merke, wie eine seiner Händer sanft unter mein Shirt fährt, doch es ist mir egal. Er küsst meine Hals, schon sind beide Hände unter meinem Shirt und kurze Zeit später sind beide Shirts weg.
"Und, ist es nun schrecklich hier oben?" "Nein, ein bisschen ungewohnt irgendwie."
Er schaut mich an, seine Hände wandern über meinen Hals, meinen Busen herunter über das Brustwarzenpiercing, den Bauch herunter, verharren kurz am Bauchnabel und wandern dann wieder sanft nach oben.
Es ist mir nicht unangenehm, inzwischen habe ich sogar fast vergessen, wo ich bin. Es interessiert mich nicht mehr, dass mein bester Freund jeden Moment um die Ecke kommen könnte. Ich genieße den Augenblick, der trotz dieser Umgebung eine erstaunliche Vertrautheit aufweist, ich genieße die Intimität dieses Momentes und die Zärtlichkeit, die damit einhergeht.
Wir verfallen wieder einem innigen Kuss und seine Hände wandern inzwischen über meine gesammten Körper und ich kann nicht abstreiten, dass ich inzwischen so geil bin, dass ich zu jeder Schandtat bereit wäre. Er dreht mich um. ich stehe an einem Gitter, umfasse es mit Beiden Händen und seine Finger dringen in mich ein, wärend er meinen Nacken küsst und mit der Zweiten meine Brüste streichelt. Ich spüre seine Erregung, sein Athem geht schneller, er stöhnt und auch meine Erregung steigt.
Inzwischen habe ich ausser meinen Strapsen und meinem Slip nichts mehr an und ich spüre das Latex seiner Hose auf meiner Haut. Er stöhnt leicht. "Entschuldige, aber ich kann so nicht." flüstert er sanft in mein Ohr. Und hört auf mich zu fingern. Ich öffne meine Augen und schaue direkt auf Zwei nackte, hässliche Schwänze. Ich schrecke zurück, sämtliche Lust ist verflogen und mir wird so schlagartig wieder klar, wo ich bin und was ich hier tue, dass ich mich auch vor mir selber erschrecke. Auf der anderen Seite des Gitters stehen zwei Typen, die sich lustig mal einen darauf wichsen, was Herr O. und ich da so treiben. Ich höre nun ihr Stöhnen. Einer der Beiden schaut mir für einen kurzen Moment genau in die Augen und als er meinen entsetzten Gesichtsausdruck sieht, grinst er und unter heftigem stöhnen ergisst sich sein Samen über seiner Latexhose. Ich bekomme Gäsehaut und Eckel über diese Situation überkommt mich. Nein, so kann ich nicht, diese Spanner sind wiederlich.
Schlagatrig drehe ich mich zu Herrn O. um, und als er mein entsetztes Gesicht sieht schmunzelt er und sagt:"Wie ich sehe, kannst du so auch nicht." Ich schaue ihn entsetzt an und er nimmt mich in den Arm. "Entschuldige, das war mein Fehler, ich hätte nicht mit dir hier her kommen sollen." flüstert er. Er streicht meinen Rücken, hält mich fest, küsst meinen Hals, dann nimmt er meine Kopf, dreht in so, dass er meine Augen sehen kann und streicht mir eine Strähne aus dem Gesicht. Am liebsten würde ich heulen, ich komme mir unglaublich schäbig vor. Er schaut mich an, dreht uns um, so dass die Typen mich nicht mehr sehen können und hält mich weiter im Arm. Das stöhnen verstummt und man hört Reisverschlüsse und dann sich entfernede Schritte. "Sie sind weg." sagt er, ohne mich los zu lassen, ohne auf zu hören meinen Rücken zu streicheln und meine Hals zu küssen. Dann nimmt er mit seinen beiden Händen meinen Kopf erneut so, das er mir ins Gesicht sehen kann. "Ist es jetzt besser?" fragt er. "Ja." sage ich und lehne meinen Kopf an seine Schulter.
Ich fühle mich sicher in seinen Armen, obwohl ich ihn nicht kenne. Ich fühle mich geborgen und beschützt und trotz dessen, dass mir diese Situation sehr zuwieder ist, bin ich ihm kein bisschen böse. Ich glaube ihm, dass das keine Absicht war.


Wir verlassen diesen Ort und gehen in eine Kabine, die man abschließen kann und obwohl wir uns dort genauso innig küssen, wie zuvor, will die Intimität und Zärtlichkeit, die wir eben verspürten nicht wieder aufkommen. Wir liegen noch eine Weile nebeneinander, er streichelt meine Brust und wir küssen uns leidenschaftlich, wärend wir uns unterhalten und etwas trinken, bis wir wieder an die Bar zurückkehren.

Herr M. erwartet mich schon mit einem riesigen Grisen auf dem Gesicht und Herr O. geht nach einem letzten, leidenschaftlichen Kuss, sodass wir nur noch zu dritt oben sind.

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